Der B2B-Energiemarkt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Weg von starren Festpreisprodukten, hin zu hochdynamischen, maßgeschneiderten Lösungen wie Power Purchase Agreements (PPAs), Spotmarkt-Modellen und komplexen Tranchen-Produkten. Doch während der Vertrieb diese innovativen Konzepte erfolgreich am Markt platziert, stößt die operative Abwicklung zunehmend an ihre Belastungsgrenze. Eine aktuelle Branchenumfrage, die wir gemeinsam mit Kreutzer Consulting durchgeführt haben, verdeutlicht das Kernproblem: Die gewünschte Produktvielfalt wird ohne die entsprechende technologische Basis zur wirtschaftlichen Belastung.
Die Umfrageergebnisse zeichnen ein klares Bild der aktuellen Marktstruktur. Zwar bieten nahezu alle befragten Unternehmen (94 %) weiterhin klassische Festpreise an, doch die Verschiebung hin zu komplexeren Strukturen ist in vollem Gange. Über die Hälfte der Akteure hat bereits Tranchenmodelle und Spotmarktprodukte im Portfolio. Besonders dynamisch entwickeln sich „Kombiprodukte“ (über 50 %) und PPAs (44 %), die eine direkte Verknüpfung zwischen Erzeugung und Abnahme herstellen.
Die Ernüchterung folgt jedoch beim Blick auf die IT-Infrastruktur. Trotz der hohen Komplexität dieser Produkte verlassen sich viele Energieversorgungsunternehmen weiterhin auf eine hybride Systemlandschaft aus etablierten ERP-Systemen und – als vermeintlichen „Retter in der Not“ – Microsoft Excel. Die Daten belegen eine strukturelle Ineffizienz in der operativen Abwicklung: Für 17 % der Unternehmen ist die manuelle Nachbearbeitung bei nahezu jeder einzelnen Rechnung bereits operativer Alltag. Betrachtet man das Gesamtbild, wird die Tragweite deutlich: Über 70 % der Marktteilnehmer müssen regelmäßig oder gelegentlich händisch in die Abrechnungsprozesse eingreifen. In einem Marktumfeld, das auf digitale Skalierbarkeit angewiesen ist, stellt diese hohe manuelle Prozessdurchdringung eine signifikante Wachstumsbarriere dar.
Die Diskrepanz zwischen vertrieblichem Anspruch und operativer Wirklichkeit führt zu signifikanten Reibungsverlusten. Die Umfrageteilnehmer identifizieren drei zentrale Herausforderungen, die den Handlungsdruck im B2B-Segment massiv erhöhen:
Der Leidensdruck ist im Markt angekommen. 45 % der befragten Versorger planen bereits einen Systemwechsel oder eine umfassende Modernisierung ihrer Abrechnungslandschaft. Der Zeithorizont ist dabei eng gesteckt: Bis 2028 muss die automatisierte Beherrschung komplexer Zeitreihendaten zum Branchenstandard werden.
Für EVU und Stadtwerke bedeutet dies, dass sie sich vom "Silodenken" verabschieden müssen. Es reicht nicht mehr aus, innovative Tarife zu konzipieren; die Lieferfähigkeit muss von der debitorischen Anbindung bis zum Mahnwesen prozessual abgesichert sein. Nur wer die Brücke zwischen Vertriebsinnovation und automatisierter IT-Abwicklung schlägt, wird im Wettbewerb um B2B-Kunden bestehen können.
Solarize setzt genau an diesem Flaschenhals an. Als ISO 27001-zertifizierter Technologiepartner bieten wir eine hochperformante Plattform, die den gesamten Meter-to-Cash-Prozess für dezentrale und komplexe Energieprodukte automatisiert.
Die Ergebnisse der gemeinsamen Umfrage mit Kreutzer Consulting sind ein Weckruf für die Branche. Die Komplexität des B2B-Energiemarktes wird weiter zunehmen. Wer diese Komplexität heute noch mit manuellen Prozessen und Excel-Listen verwaltet, riskiert seine Handlungsfähigkeit und Marge. Die Lösung liegt in einer radikalen Standardisierung und Automatisierung der Abrechnungsprozesse.
Sie wollen wissen, wie Solarize Sie bei der Abrechnung komplexer B2B-Produkte unterstützen kann? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.