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Neues Förderprogramm für Ladeinfrastruktur: Rückenwind für Ihre Immobilienprojekte

Geschrieben von Anna Gruner | Apr 20, 2026 8:18:20 AM

Die Mobilitätswende im Gebäudesektor nimmt deutlich an Fahrt auf. Ab dem 15. April 2026 stellt das Bundesministerium für Verkehr (BMV) ein Fördervolumen von insgesamt 500 Millionen Euro bereit, um den Aufbau privater Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern gezielt zu unterstützen. Für Sie als Mieterstromanbieter ist dies die Chance, die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaik-Anlagen zu steigern.

 


Rückenwind für Betreiber von Mieterstrom-Modellen

Das neue Programm ist ein entscheidender Beschleuniger für die Skalierung Ihrer dezentralen Energiekonzepte. Als Betreiber einer PV-Anlage im Mieterstrom – ob als Immobilienunternehmen oder Contractor – profitieren Sie unmittelbar von den Zuschüssen:

Gefördert wird die Anschaffung und Installation von Ladeinfrastruktur mit bis zu 2.000 Euro je Stellplatz. Der Fokus liegt dabei auf Gebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten. Das Besondere: Förderfähig sind nicht nur die Ladepunkte selbst (bis 22 kW), sondern auch die gesamte elektrische Vorbereitung. Dazu zählen die Vorverkabelung, der Ausbau des Netzanschlusses sowie alle notwendigen technischen Ausrüstungen und Baumaßnahmen. Für Ihre Projekte bedeutet das eine signifikante Erleichterung bei der Umsetzung intelligenter Quartierslösungen.


Wirtschaftlicher Hebel: Ladeinfrastruktur trifft Mieterstrom


Im Kontext dezentraler Energiekonzepte fungiert die Ladeinfrastruktur als strategischer Hebel für Ihren Erfolg:

  • Steigerung der Direktverbrauchsquote: Durch die intelligente Verknüpfung von PV-Anlage und Ladepunkten nutzen Sie den vor Ort erzeugten Solarstrom direkt im Gebäude. Da für den lokal verbrauchten Strom Netzentgelte und Abgaben entfallen, verbessert dies die Amortisation Ihrer Gesamtanlage erheblich.
  • Maximierung der THG-Quote: Betreiben Sie öffentliche Ladeinfrastruktur mit lokalem PV-Strom, erzielen Sie deutlich höhere Erlöse über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Im Vergleich zu konventionellem Netzstrom ist das zusätzliche Erlöspotenzial ein weiterer Treiber für die Wirtschaftlichkeit Ihres Projekts.
  • Zukunftssicheres Portfolio: Sie steigern den Marktwert Ihrer Immobilien und erfüllen proaktiv gesetzliche Anforderungen sowie ESG-Kriterien. Dies ist für die langfristige Vermietbarkeit und die Bewertung durch Investoren heute unumgänglich.

 

Mögliche Partner für die Umsetzung: Wohnen, Mischobjekte und Gewerbe

Um die Komplexität beim Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur beherrschbar zu machen, setzen wir auf ein Netzwerk spezialisierter Partner. Es gibt zahlreiche potentielle Partner, die Sie als Mieterstromanbieter bei der Integration von Ladeinfrastruktur unterstützen können.

Zwei mögliche Partner möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen.

Charge2Change: Skalierbarkeit für die Wohnungswirtschaft

Charge2Change ist Experte für Wohnbestände und gemischt genutzte Objekte. Das Modell setzt auf standardisierte, skalierbare Strukturen statt auf fragmentierte Einzellösungen. Charge2Change bündelt die Planung, den Aufbau sowie den technischen Betrieb der Ladeinfrastruktur aus einer Hand. Optional kann Charge2Change auch die Betreiberrolle für PV- und Ladeinfrastruktur übernehmen. Die Abrechnung der nicht-öffentlichen Ladeinfrastruktur erfolgt dabei analog zum Mieterstrom über Solarize. Die Kunden erhalten die verbrauchten Mengen für Mieterstrom und Ladestrom transparent aufgeschlüsselt in einer Abrechnung. Die Mieter können dennoch jeden Ladepunkt mit ihrer Ladekarte flexibel nutzen. Möglich macht das der Backendbetreiber ChargeIQ, der per Schnittstelle die einzelnen Ladevorgänge der Kunden zur Verfügung stellt.

CUBOS: Performance für Gewerbe und Industrie

Im Rahmen eines Charging as a Service-Modells errichtet und betreibt CUBOS die Ladeinfrastruktur eigenständig und integriert sich perspektivisch in das bestehende Solarize‑Setup. Für Eigentümer und Betreiber im Gewerbe bedeutet das: kein Investitionsbedarf, minimaler Betriebsaufwand und eine Lösung, die PV‑Direktverbrauch, THG‑relevante Ladevorgänge und eine vollautomatisierte Abrechnung zuverlässig ermöglicht. Die robusten, wartungsarmen CUBOS‑Charger Made in Germany sind speziell für den Dauerbetrieb in gewerblichen Parkflächen ausgelegt und liefern alle notwendigen Mess‑ und Zeitreihendaten für die Abrechnung über Solarize. Optional kann CUBOS dabei auch die Betreiberrolle im Rahmen eines Onsite‑PPA übernehmen oder über ein Sale‑&‑Lease‑Back‑Modell zur aktiven ESG‑Optimierung beitragen.

 

Solarize: Die Abrechnungsplattform für sektorübergreifende Konzepte

Damit die technischen Synergien zwischen PV und E-Mobilität auch wirtschaftlich bei Ihnen ankommen, helfen wir Ihnen gerne bei der Wahl eines geeigneten Partners für die E-Mobilität. Solarize kann dabei neben der Abrechnung des Mieterstroms auch die Abrechnung für nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur in Kombination mit einem geeigneten Backendbetreiber übernehmen.

Egal ob im Wohnquartier oder am Industriestandort: Sie profitieren von einer rechtssicheren Lösung, die PV-Direktverbrauch und Netzbezug sauber abbildet. So gewinnen Sie den Freiraum, Ihr Portfolio zu optimieren, während die Abrechnung im Hintergrund automatisiert und belastbar läuft.

 

Ab wann können Fördermittel für Ladeinfrastruktur beantragt werden?

Die Antragstellung für das neue Förderprogramm ist seit dem 15. April 2026 über das offizielle Förderportal möglich. Da die Mittel nach dem Eingangsdatum vergeben werden, empfiehlt sich eine frühzeitige Vorbereitung der technischen Unterlagen.

Möchten Sie erfahren, wie Sie Ladeinfrastruktur effizient in Ihr Mieterstrom-Portfolio integrieren und die Skalierung Ihrer Projekte sicherstellen? Wir begleiten Sie gerne bei der operativen Umsetzung.

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